Drei Wochen Personalsuche? Entwicklungspotenzial Führung!

Auf einer Veranstaltung lernte ich Dr. C kennen, Geschäftsführerin eines mittelständischen Betriebes. Aktuell quäle sie der Personalmangel, sie sei quasi rund um die Uhr mit der Suche beschäftigt, sogar an den Schlüsselpositionen hapere es, so dass sie jetzt selbst mit anpacken muss. Natürlich sei sie in diesen Aufgaben längst nicht so versiert wie eine Fachkraft, darum ginge alles viel langsamer. Es hätte jetzt schon die ersten Beschwerden seitens der kunden gegeben, eigentlich fühle sich die ganze Situation inzwischen aussichtslos an.

Ich hätte jetzt ein Beratungsangebot machen können, statt dessen schlug ich Dr. C vor, sich mit einem Kollegen aus gleicher Branche auszutauschen. Der sei Kunde von mir, kenne zwar die Sorgen, habe diese aber gut im Griff und können sicher ein paar Tipps geben.

Warum ich das gemacht habe? Wenn ich sehe, dass sich eine noch Junior Führungskraft mit Problemen herumschlägt, die ein Erfahrungsträger aus meiner Kundschaft gut im Griff hat, bringe ich beide gern zusammen. Operativ kann ich dann im Hintergrund bleiben, stärke aber die Coaching-Skills beider Personen. Erst wenn es um die Hardcore-Führungsthemen geht, klinke ich mich wieder ein.

So auch hier. Dr. Cs eigentliches Thema liegt im Bereich Leadership und auch da verankert im Aspekt Delegation, Aufgabe von Kontrolle und verringerter Risiko-Bereitschaft. Schlägt sich darin nieder, dass sie unmittelbar unternehmerische Aufgaben vernachlässigt, sobald irgendwo ein Problem auftaucht und sie meint, es selbst lösen zu müssen. Statt etwa Personal-Findung an Bestandsmitarbeiter zu delegieren (Fish a Friend-Programme etc.), durchsucht sie Jobbörsen und die Angebote des Arbeitsamtes und degradiert sich selbst zur (ungelernten) Fachkraft.

Im Konzern sind diese Persönlichkeiten ebenso häufig anzutreffen wie in Kleinbetrieben. Markenzeichen ist die Selbstvorstellung als „Feuerwehr“ oder „Mädchen für alles“ mit dem unausgesprochenen Selbstverständnis des „ich werde gebraucht“.

Selbsthilfe bzw. Unterstützung von Führungskräften kann in klarer Rollenbeschreibung und Abgrenzung von Funktionen bestehen. Immer hilfreich: ein brancheneigener Mentor, der aus fundierter Erfahrung unterstützt.

Du gehst in Resonanz? Dann kontaktiere mich gerne und mach was draus, mach das Beste draus, Deine Johanna Dahm

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johanna

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